RP (01.03.2012)

 

REES Bei der Mitgliederversammlung der Reeser Werbegemeinschaft (RWG) machten die Händler deutlich, dass es wichtig ist, zu Karneval ein attraktives Angebot in der City zu machen. Das Thema will die RWG-Spitze demnächst auch mit der Stadt besprechen.

 

 

Auch die Reeser Werbegemeinschaft (RWG) sieht die Entwicklung am Rosenmontag mit Sorge. Wie berichtet, fehlten in der City die Möglichkeiten zum Feiern. Daher waren vor allem die jugendlichen Narren nach Mehr gezogen und hatten für einen Ansturm im Festzelt gesorgt. "Es ist doch traurig und schlecht für den Ruf von Rees, wenn es heißt: Da ist Karneval nichts los", sagte Stefanie ten Hompel-Ruyter.

 

Die Stadt Rees will sich derzeit nicht öffentlich an der Diskussion beteiligen

 

Auf jeden Fall solle dafür gesorgt werden, dass es auch in der Innenstadt ein Angebot zum Feiern gibt. Es sei zwar nicht Aufgabe der RWG, für ein Partyzelt zu sorgen. "Aber wichtig ist es, auf diese Entwicklungen rechtzeitig aufmerksam zu machen", sagte Stefanie ten Hompel-Ruyter. Das sahen auch die anderen RWG-Mitglieder so. Bei nächster Gelegenheit wolle man das Thema mit der Stadt ansprechen, so die Vorsitzende Renate Belting.

 

Rainer van Laak und Jupp Bockem forderten, den Bürgerhaus-Pächter stärker in die Pflicht zu nehmen. "Das Gebäude heißt schließlich Bürgerhaus, daher sollte es auch für die Bürger geöffnet sein", meinte Jupp Bockem. Es könne nicht sein, dass an einem echten "Feiertag" der Saal geschlossen sei. Hier sei auch der Bürgermeister selbst gefordert, den Pächter in die Pflicht zu nehmen.

 

Positiv bewertet die RWG, dass das Discoteam VGER einen neuen Anlauf für ein Zelt nehmen will. Wie berichtet, möchte VGER am liebsten auf das Niag-Gelände. Doch das scheint nicht so einfach zu sein. Bereits in diesem Jahr hatte das Verkehrsunternehmen dem Discoteam eine Absage erteilt. "Die Ablehnung erfolgte aus sicherungs- und versicherungstechnischen Gründen", so Niag-Sprecherin Beate Kronen. Auf dem Gelände würden sich schließlich auch Gebäude befinden. "Das wäre ein zu großes Risiko", sagt sie. Daher sieht die Niag auch kaum eine Chance, im nächsten Jahr eine Genehmigung für ein Party-Zelt auf dem Areal am Busbahnhof zu erteilen.

 

Die Stadt Rees will sich derzeit nicht öffentlich an der Diskussion beteiligen. Dazu hat sich die Verwaltung in enger Abstimmung mit dem Bürgermeister entschieden. "Wir werden jetzt erst einmal interne Gespräche mit Bürgerhaus-Pächter Peter Brune und Festwirt Hardy Baumann aus Mehr führen", sagt Frank Postulart. Daraus werde man dann die nötigen Schlüsse für das kommende Jahr ziehen. "Bei dem Thema gibt es ja keine Eile", sagt Postulart.

 

Zur Frage, ob der Bürgerhaus-Pächter verpflichtet sei, am Rosenmontag zu öffnen, wolle man sich nicht äußern. Auch das werde intern besprochen, hieß es.

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